Kreditrechner · Sollzins versus Effektivzins: welche Zahl in die Maske

Sollzins versus Effektivzins: welche Zahl in die Maske

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In die Monatsformel gehört der Sollzins, plus Tilgung, Laufzeit oder Bindung, so wie im Angebot ausgewiesen. Der effektive Jahreszins ist die gesetzliche Vergleichszahl: er steckt bestimmte Kosten und die Zahlungsweise mit hinein. Vergleichsportale zeigen oft genau diese zweite Zahl — oder eine dritte, die ein Leadformular schönt. Die App Kreditrechner vermittelt keine Kredite und keine Banken. Sie rechnet das Modell mit deinen Eingaben.

Wer den Effektivzins in die Praktikerformel kippt, als wäre er der Sollzins, zählt Kosten zweimal oder an der falschen Stelle. Wer nur den Sollzins zweier Angebote vergleicht und Gebühren ignoriert, zählt zu wenig. Beides ist die falsche Zahl am falschen Ort.

Keine aktuellen Marktzinssätze. Beispiele hypothetisch.

Zwei Jobs, zwei Zahlen

Sollzins (nominal): der vertragliche Jahreszins auf die Restschuld. Daraus wird der Monatszins für Zinsanteil und Annuität. Baufi-Praktikerformel: Rate = Darlehen × (Sollzins % + Anfangstilgung %) / 1.200. Ratenkredit: geschlossene Annuität mit i = Sollzins/12 (Modell).

Effektivzins: Vergleichsmaß nach gesetzlicher Systematik. Er macht Angebote mit unterschiedlichen Gebühren und Zahlungsweisen grob vergleichbar. Er ist nicht der Faktor, den du in Monat 1 mit der Restschuld multiplizierst, wenn der Vertrag den Sollzins dafür vorsieht.

Praktisch: Angebot lesen. Zeile Sollzins in die Maske. Zeile Effektivzins daneben legen, wenn du zwei PDFs vergleichst. Nicht eine Zeile für beides.

Die App liest keine Gebührentabelle aus einem Scan. Bearbeitungsgebühr, Vermittler, Kontoführung, Restschuldversicherung (ein anderes Produkt, das dieser Rechner nicht verkauft): wenn sie den Effektivzins heben, siehst du das im Angebot, nicht als magisches Extrafeld, das wir erfinden.

Hypothetisch: dieselbe Schuld, zwei Lesarten

300.000 €, Sollzins 3,50 %, Anfangstilgung 2,00 %. Rate 1.375 €. Das ist die Maske. Wenn dasselbe Angebot einen Effektivzins von — frei erfunden — 3,72 % trägt, weil Kosten und Zahlungsweise eingehen, vergleichst du 3,72 % mit dem Effektivzins des zweiten PDFs. Du ersetzt nicht 3,50 durch 3,72 in der Praktikerformel und tust so, als wäre die Rate jetzt 1.430 € „wahrer“. Die Rate steht im Vertrag. Die 3,72 % sagen: dieses Paket ist teurer als eines mit 3,50 % effektiv, nicht: rechne die Annuität nochmal mit 3,72.

Ratenkredit hypothetisch 15.000 €, Sollzins 6,90 %, 48 Monate, Rate 358,50 €. Ein Portal-Effektivzins von 7,4 % (wieder frei erfunden) bedeutet: irgendwelche Kosten oder die Zahlungsweise machen das Paket teurer als 6,90 % pur. In die geschlossene Formel bleiben 6,90 %, wenn das der Sollzins des Vertrags ist. Sonst rechnest du eine Rate, die niemand abbucht.

Was Portale tun, was die App nicht tut

Portale wollen einen Kontakt. Sie sortieren nach Effektivzins, nach Rate, nach „Anfrage starten“. Das ist Vermittlung. Die App speichert zwei deiner Modelle. Sie holt keine Bank, keine SCHUFA, keine Rückrufe. Wer „Kreditvergleich“ sucht, sucht einen anderen Job. Wir bauen ihn nicht.

Ein niedriger Sollzins mit hoher Gebühr kann effektiv teurer sein als ein höherer Sollzins ohne Gebühr. Deshalb existiert die Effektivzins-Pflicht. Deshalb gehört sie nicht in dasselbe Feld wie der Sollzins.

Sondertilgungsrecht, Bindungslänge, Bereitstellungszins: oft entscheidender als ein Zehntel Effektivzins, und trotzdem nicht alles in einer Zahl. Die Restschuld nach zehn Jahren in der Baufi-Maske zeigt Last, die kein Portal-Stern ersetzt.

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Typische Feldfehler

Effektivzins in die Baufi-Maske als Sollzins. Die Rate wird höher als im Vertrag, die Restschuld nach Bindung zu pessimistisch, das Gespräch mit der Bank beginnt mit der falschen 1.430 €.

Sollzins zweier Angebote vergleichen, Bindung ignorieren. 3,40 % auf 5 Jahre gegen 3,60 % auf 10 Jahre ist kein Zehntel-Vergleich. Die Restschuld und das Zinsrisiko nach 5 Jahren gehören dazu. Hypothetische 3,40/3,60 sind Annahmen, keine Marktrecherche.

Rate als Vergleichszahl. Niedrige Rate, niedrige Tilgung, hohe Restschuld: das Paket kann teurer sein. Die zwei Rechenarten trennen, welche Frage die Rate überhaupt beantwortet.

Unterdeckung schönrechnen, indem man den Effektivzins senkt, bis eine Laufzeit erscheint. Wenn die Rate den Monatszins auf den Sollzins nicht deckt, wächst die Schuld. Eine andere Prozentbezeichnung ändert das nicht.

Was der Vertrag meint, wenn beide Zahlen da stehen

Pflichtangaben bei Verbraucherdarlehen enthalten Sollzins, effektiven Jahreszins, Betrag, Laufzeit oder die Angaben zur Immobilie, Rate, Kosten. Die Maske braucht die Sätze, aus denen die Bank die Rate bildet. Das ist in der Regel der Sollzins plus Tilgungssatz oder plus Monate.

Wenn ein Angebot nur einen „ab“-Effektivzins ohne Sollzins zeigt, ist es für die Formel unvollständig. Nicht raten. Nicht 3,50 % einsetzen, weil diese Mini-Site 3,50 % als hypothetisches Beispiel nutzt. 3,50 % ist hier ein Lehrsatz, kein Markt.

Disagio: der Auszahlungsbetrag liegt unter dem Darlehen, der Sollzins bezieht sich auf die höhere Summe. Effektiv wird es teurer. Die App hat dafür kein verstecktes Disagio-Feld als Default. Wer Disagio hat, muss das Modell bewusst anpassen oder die Rate aus dem Vertrag übernehmen und den Plan daran spiegeln — nicht hoffen, der Effektivzins erledige das still.

Mini-Check vor dem Speichern

Steht im Feld der Sollzins des PDFs? Liegt der Effektivzins daneben auf einem Zettel, nicht im selben Feld? Sind 3,50 % und 6,90 % in deinem Kopf als Beispiel dieser Site markiert, nicht als dein Angebot? Vermittelt die App irgendjemanden? Nein.

Dann ist die Zahl in der Maske die richtige Sorte Zahl. Der Vergleich zweier Effektivzinsen bleibt deine Tabelle neben der App. Die Schritt-für-Schritt-Annuität auf der HowTo-Seite zeigt, wohin der Sollzins in der Formel geht. Diese Seite sagt nur, welche der zwei Prozentzeilen das ist — ohne Portal und ohne Banklogo.

Zahlungsweise, 360-Tage-Mythen, was die Maske nicht interpoliert

Manche Angebote rechnen mit 30/360, andere mit tatsächlichen Tagen. Für die Modellrate auf dem iPhone reicht der Monatszins als Jahreszins geteilt durch 12, so wie der Rechenkern es tut. Das ist ein Modell, kein Gutachten. Wer Cent-genau gegen den Kontoauszug der Bank streitet, streitet mit der Bankmethode, nicht mit der Mini-Site.

Der Effektivzins steckt die Zahlungsweise mit ein, genau deshalb darf er nicht still in denselben Faktor. Monatliche Rate bei gleichem Sollzins ist etwas anderes als vierteljährliche Verrechnung. Die App nimmt an, was du als Sollzins und als monatliche Annuität eingibst. Sie erfindet keine unterjährige Bankkonvention aus einem Portal-Screenshot.

Restschuldversicherung, Kontoführungspreis, Vermittlercourtage: wenn sie im Effektivzins landen, gehören sie in den Angebotsvergleich, nicht in die Monatsformel als zweiter Sollzins. Die Mini-Site verkauft keine Versicherung und warnt vor dem Produkt als Thema bewusst: anderer Job, oft teuer, nicht unser Rechner.

Zwei PDFs nebeneinander: Spalte Sollzins, Spalte Effektivzins, Spalte Rate, Spalte Bindung, Spalte Sondertilgungsrecht, Spalte Rest nach Bindung aus der Baufi-Maske. Sechs Spalten schlagen eine Portal-Sortierung nach einer Zahl. Die App füllt Rate und Rest, sobald Sollzins und Tilgung oder Laufzeit stehen. Die anderen Spalten bleiben Lesen.

Hypothetisch 3,50 % gegen hypothetisch 3,72 % effektiv auf 300.000 €: der Abstand ist Lehrabstand, kein Markt. Wer ihn als „aktuell so“ zitiert, zitiert falsch. Dein PDF hat die echten zwei Zeilen. In die Maske kommt die Sollzeile. Daneben bleibt die Effektivzeile. Genau eine Sorte Prozent im Feld, genau eine Sorte Vergleich auf dem Zettel.

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