Eine Monatsrate beschreibt die regelmäßige Zahlung. Die Restschuld beschreibt, welcher Darlehensbetrag zu einem bestimmten Zeitpunkt noch offen ist. Beide Zahlen gehören zusammen: Eine niedrigere Rate kann den monatlichen Aufwand verringern und gleichzeitig einen größeren offenen Betrag für später hinterlassen. Ohne gemeinsamen Stichtag lässt sich dieser Zusammenhang leicht übersehen.

Kreditrechner & Tilgungsplan zeigt die Restschuld als eigene Zahl und stellt ihren Verlauf grafisch mit markiertem Ende der Zinsbindung dar. Hinzu kommt ein Monatsplan mit Datum, Zins und Tilgung, den du als CSV teilen kannst. Nutze diese Ansichten, um eine konkrete Frage zu beantworten, etwa wie viel nach einer vorgegebenen Zahl von Zahlungen noch zu finanzieren wäre.

Den Zeitpunkt der Restschuld eindeutig benennen

Schreibe zu jeder Restschuld, auf welchen Zeitpunkt sie sich bezieht. Gemeint sein kann der Stand vor einer bestimmten Zahlung, danach oder am Ende einer vertraglichen Zinsbindung. Diese Stände müssen nicht identisch sein. Für eine Modellrechnung genügt eine klare Festlegung; für die tatsächliche Ablösung eines Kredits brauchst du die verbindliche Auskunft zum vorgesehenen Termin.

Ein Diagramm erleichtert den Überblick, während die Monatszeile den konkreten Bezug liefert. Wenn du eine Zahl aus der App notierst, ergänze Datum oder Zahl der bereits berücksichtigten Raten. So kann eine andere Person den Wert wiederfinden. Eine Restschuld ohne Stichtag ist ähnlich unvollständig wie eine Rate ohne Zahlungsrhythmus.

Ein hypothetisches Zehnjahresbeispiel

Wir nehmen 300.000 Euro Darlehen, 4 Prozent jährlichen Sollzins und 1.500 Euro Monatsrate an. Der gesamte Betrag steht zu Beginn aus, Zahlungen erfolgen am Monatsende, und der Monatszins wird als Jahres-Sollzins geteilt durch zwölf berechnet. Es gibt keine Gebühren, Sonderzahlungen oder Zinswechsel. Die 4 Prozent sind eine frei gewählte Annahme und kein aktuelles Angebot.

Nach 120 Monatszahlungen bleiben rund 226.375,10 Euro Restschuld. Die regulären Zahlungen summieren sich bis dahin auf 180.000 Euro. Von der ursprünglichen Darlehenssumme wurden rund 73.624,90 Euro getilgt; rund 106.375,10 Euro entfallen im betrachteten Zeitraum auf Zinsen. Die Werte sind gerundet, während das Modell intern ohne monatliche Cent-Rundung rechnet.

Warum Zahlungen und Tilgung auseinanderliegen

Jede Rate enthält im Modell zunächst den Zins auf die offene Schuld. Nur der verbleibende Teil vermindert den Darlehensbetrag. Im ersten Monat unseres Beispiels sind das 1.000 Euro Zinsen und 500 Euro Tilgung. Mit sinkender Schuld verändert sich die Aufteilung zugunsten der Tilgung, obwohl die gesamte Rate gleich bleibt.

Das Glossar der Deutschen Bundesbank erläutert diese Struktur beim Annuitätendarlehen. Sie erklärt, weshalb die Summe bereits gezahlter Raten nicht einfach vom Anfangsdarlehen abgezogen werden darf. Unter Zinsanteil und Tilgung werden die ersten Monatszeilen mit einer Tabelle aufgeschlüsselt.

Eine andere Rate unter gleichen Bedingungen betrachten

Bei gleicher Darlehenssumme und gleichem Sollzins würde eine Monatsrate von 1.250 Euro nach zehn Jahren rund 263.187,55 Euro offen lassen. Bei 1.750 Euro wären es rund 189.562,65 Euro. Diese hypothetischen Varianten unterscheiden sich auch in ihren bisher geleisteten Zahlungen. Die niedrigere Restschuld entsteht nicht ohne zusätzlichen monatlichen Mitteleinsatz.

Vergleiche daher Rate, Zahlungen im betrachteten Zeitraum und Restschuld gemeinsam. Eine Auswahl allein anhand des kleinsten Endbetrags wäre ebenso unvollständig wie eine Auswahl allein anhand der kleinsten Monatsrate. Die Seite zur Anfangstilgung zeigt diese Varianten unter identischen Annahmen und trennt zusätzliche Zahlungen von eingesparten Zinsen.

Das Bindungsende als Übergang verstehen

Eine Zinsbindung legt bestimmte Konditionen für einen Zeitraum fest. Sie bedeutet nicht automatisch, dass das Darlehen danach vollständig zurückgezahlt ist. Wenn eine Restschuld bleibt, muss die weitere Rückzahlung mit den dann maßgeblichen Bedingungen betrachtet werden. Ein Rechner, der denselben Zinssatz unverändert fortschreibt, zeigt ein Szenario und keine Zusage für die Zukunft.

Für eine Anschlussplanung nimmst du den offenen Betrag am vereinbarten Stichtag als neuen Ausgangspunkt. Ergänze mögliche weitere Zahlungen aus eigenen Mitteln und klar bezeichnete Zinsannahmen. Der Langbeitrag zur Restschuld nach zehn Jahren zeigt, wie unterschiedliche angenommene Anschlusszinsen bei gleichem Rückzahlungshorizont die Modellrate verändern.

Zwei Angebote mit einem gemeinsamen Maßstab lesen

Die App kann zwei gespeicherte Angebote nebeneinanderstellen. Achte darauf, ob beide denselben Betrag finanzieren und welchen Zeitraum die jeweilige Kostensumme umfasst. Wenn eine Variante nach zehn Jahren endet und die andere weiterläuft, sagt die reine Zinsgesamtsumme ohne Erläuterung wenig aus. Auch verbleibende Restschulden müssen erkennbar sein.

Halte in deiner Vergleichsübersicht fest, welche Bedingungen vertraglich vorliegen und welche nur angenommen sind. Dazu gehören Sollzins, Zahlungsbeginn, Rate und zusätzliche Zahlungen. Den effektiven Jahreszins liest du als eigene Kostenkennzahl. Die Seite Sollzins und Effektivzins erklärt, warum beide Prozentangaben nicht beliebig im Monatsplan ausgetauscht werden sollten.

Umschuldung ab dem richtigen Ausgangspunkt rechnen

Für eine Umschuldung vergleicht die App zwei vollständige Tilgungspläne und berücksichtigt Vorfälligkeitsentschädigung und Nebenkosten. Beginne den Vergleich am selben zukünftigen Zeitpunkt. Bereits gezahlte Zinsen aus der Vergangenheit fallen in beiden Varianten nicht noch einmal an. Entscheidend ist, welche Zahlungen und Kosten ab dem gewählten Stichtag jeweils bevorstehen.

Ein hypothetisches Beispiel verwendet 20.000 Euro verbleibenden Betrag und 48 Monate bis zur vollständigen Rückzahlung. Bei 6 Prozent Sollzins ergibt sich eine Monatsrate von rund 469,70 Euro und eine Zinsgesamtsumme von rund 2.545,63 Euro. Bei 4 Prozent sind es rund 451,58 Euro Rate und 1.675,89 Euro Zinsen. Es gelten monatliche Zahlungen am Monatsende, unveränderte Zinsen und zunächst keine Gebühren.

Wechselkosten in die Differenz einbeziehen

Im gerade beschriebenen Beispiel beträgt der reine Zinsunterschied rund 869,74 Euro. Würden zusätzlich 500 Euro Wechselkosten aus eigenen Mitteln bezahlt, bliebe ein modellierter Kostenvorteil von rund 369,74 Euro. Die 500 Euro sind ausschließlich eine hypothetische Annahme. Sie ersetzen keine tatsächliche Ablöseauskunft und keine Prüfung, welche Entschädigung verlangt werden darf.

Wenn Wechselkosten mitfinanziert werden, muss die neue Darlehenssumme entsprechend angepasst werden; dann gelten die gerade genannten neuen Zinsen nicht unverändert. Genau deshalb ist ein Vergleich zweier vollständiger Zahlungspläne sinnvoller als die bloße Subtraktion zweier Zinssätze. § 502 BGB enthält den rechtlichen Rahmen für mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen und unterscheidet dabei Darlehensarten.

Die Ergebnisse für eine Rücksprache zusammenstellen

Exportiere bei Bedarf den Monatsplan und notiere die zugehörigen Annahmen. Frage bei einem echten Angebot nach einer konkreten Abweichung: Restschuld zu einem bestimmten Termin, zusätzliche Kosten oder unterschiedliche Zahlungszeitpunkte. Für verbindliche Entscheidungen sind die vollständigen Unterlagen und deine persönliche Situation erforderlich; eine Modellrechnung ist eine Vorbereitung darauf.

Kreditrechner & Tilgungsplan im App Store ansehen und Rate, bisherige Zahlungen und offenen Betrag gemeinsam betrachten.

Kreditrechner & Tilgungsplan

Monatsrate, Zinsen und Restschuld zusammen betrachten: mit datiertem Tilgungsplan als CSV, jährlicher Sondertilgung, Angebotsvergleich und Umschuldung einschließlich eingetragener Ablösekosten.