Kreditrechner · Wenn die Rate die Zinsen nicht deckt: Warnung statt Zahl

Wenn die Rate die Zinsen nicht deckt: Warnung statt Zahl

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Wenn die Rate kleiner oder gleich dem Monatszins auf die aktuelle Schuld ist, tilgt sie nichts. Die Schuld bleibt oder wächst. Eine „Laufzeit in Jahren“ wäre in diesem Zustand gelogen. Der Rechenkern der App Kreditrechner setzt die Dauer auf unbekannt (monthsToRepay leer), leert den Plan und zeigt sinngemäß: *Die Rate deckt nicht einmal die Zinsen — so wächst die Schuld.* Das ist eine Warnung statt einer Zahl. Es ist keine SCHUFA, keine Bank, keine Insolvenzberatung.

Tabellen, die trotzdem durch 12 teilen und 40 Jahre ausgeben, sind höflich und falsch. Diese Seite erklärt nur den Stopp.

Alle Zahlen hypothetisch, keine Marktzinsen.

Die Ungleichung, die alles andere beendet

Monatszinsanteil ≈ Restschuld × (Sollzins/12). Tilgung = Rate − dieser Zins. Ist Tilgung ≤ 0, gibt es keine sinnvolle n.

Hypothetisch: 100.000 € zu 10 % p. a., Rate 400 €. Monatszins rund 833 €. 400 € reichen nicht. Jede Zahlung lässt die Schuld steigen. Es gibt dann keine Tilgungsdauer, die man ehrlich ausgeben kann. 400 € / irgendwas = Jahre ist keine Finanzmathematik, das ist Wunsch.

Dasselbe in der Baufi-Praktikerformel: Rate = Betrag × (Zins + Tilgung) / 1.200. Wenn jemand die Rate festzurrt, ohne dass Zins + Tilgung zur Rate passen, kann die implizite Tilgung negativ werden. Dann ist die Maske falsch bedient oder die Wunschrate zu klein. Die App erfindet keinen positiven Tilgungssatz, nur damit ein Balken erscheint.

Woher die zu kleine Rate kommt

Wunschrate aus dem Haushaltsgefühl. „Mehr als 400 € geht nicht.“ Dann ist 100.000 € zu 10 % nicht finanzierbar in diesem Modell — Punkt. Die ehrliche Ausgabe ist die Warnung, nicht 83 Jahre.

Falsche Maske. Ratenkredit-Felder mit einer Bau-Wunschrate, die den Zins nicht deckt. Oder Baufi mit 0 % Tilgung plus einer Rate, die unter dem Zins liegt. Die zwei Rechenarten zuerst.

Sollzins und Effektivzins vertauscht plus zu kleine Rate: Chaos auf Chaos. Zuerst die richtige Prozentzeile, dann die Ungleichung.

Restschuld nach Bindung als neues Darlehen mit der alten Rate, aber höherem Anschlusszins. Hypothetisch: 228.284 € Rest, alte Rate 1.375 €, neuer Sollzins deutlich höher als 3,50 %. Der Zinsanteil kann die alte Rate auffressen. Dann warnt dasselbe Modell: die alte Rate trägt den neuen Zins nicht. Das ist der Grund, warum Restschuld vor dem Anschluss gelesen werden muss — nicht erst im Prolongationsschreiben.

Was du tun kannst — in der Arithmetik, nicht als Rat

Drei Hebel, immer noch Modell:

  1. Rate erhöhen, bis sie über dem Monatszins liegt und eine Tilgung übrig bleibt.
  2. Betrag senken (mehr Eigenkapital, kleinerer Kauf — außerhalb der App).
  3. Sollzins im Modell senken nur, wenn ein vorliegendes Angebot das hergibt — nicht, weil 3,50 % auf dieser Site als Lehrsatz steht.

Sondertilgung einmalig kann die Schuld unter die Schwelle drücken, ab der die laufende Rate wieder tilgt. Wenn die Rate danach immer noch unter dem neuen Monatszins liegt, wächst die Schuld weiter. Extra ist kein Freibrief gegen Unterdeckung.

Tilgungsfreie Zeiten sind Verträge, in denen bewusst nur Zins fließt. Das ist etwas anderes als eine Rate unter dem Zins. Nur-Zins deckt (idealerweise) genau den Zins; die Schuld bleibt, wächst aber nicht. Unterdeckung wächst. Die App ist ein Annuitätenrechner; tilgungsfreie Sonderformen nicht 1:1 übertragen.

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Warum Excel hier oft lügt

RMZ und Zielwertsuche liefern eine Zahl, sobald man sie lässt. Ohne die Ungleichung als Stopp entsteht eine Laufzeit aus Division durch eine winzige Tilgung: 400 Jahre, 800 Jahre, „fast unendlich“. Manche Vorlagen zeigen das nicht einmal, sie runden auf 50 Jahre und sind fertig. Die App weigert sich. Das ist der Unterschied, den die FAQ schon kurz nennt; hier ist er das Thema.

CSV-Export eines leeren Plans ist leer. Das ist richtig. Ein voller Plan mit negativer Tilgung wäre eine Datei, die sich anfühlt wie Arbeit und Unfug ist.

Widget und Kurzbefehl sollen keine erfundene Laufzeit anzeigen. Sie lesen Rate und Restschuld eines gültigen Modells. Unterdeckung ist kein gültiges Modell mit Dauer.

Hypothetische Nähe zur Schwelle — noch nicht Warnung, schon unbrauchbar

100.000 €, 10 %, Rate 840 €: knapp über 833 €. Tilgung winzig. Es gibt eine Laufzeit, aber sie ist alltagsfremd. Die App darf rechnen; du darfst das Ergebnis trotzdem verwerfen. Warnung und Unbrauchbarkeit sind Nachbarn. Die Warnung ist der harte Stopp bei Tilgung ≤ 0. Unbrauchbar ist alles, was formal tilgt und praktisch nie endet.

Baufi-Nähe: 300.000 €, 3,50 %, 0,5 % Tilgung. Rate 1.000 €. Zins Monat 1 = 875 €, Tilgung 125 €. Formal in Ordnung, Rest nach 10 Jahren sehr hoch, volle Dauer sehr lang. Keine Warnung, aber die Anfangstilgung ist der Hebel, den du anfassen musst, nicht ein Portal.

Was diese Warnung nicht bedeutet

Nicht: du bist insolvent. Nicht: die SCHUFA ist rot. Nicht: kauf eine Restschuldversicherung. Nicht: die App hat einen Kredit abgelehnt — sie vergibt keine. Nicht: „aktuell sind 10 % der Markt“. 10 % und 400 € sind ein Lehrsatz, damit die Ungleichung sichtbar wird.

Rechtliches (Widerruf, § 489 BGB) ändert die Ungleichung nicht. Nach zehn Jahren kündigen zu können, hilft nicht in Monat 1, wenn 400 € auf 833 € Zins treffen.

Keine Finanzierungsberatung. Wenn die Warnung erscheint, ist das Modell unmöglich. Ein anderes Modell (andere Rate, anderer Betrag, anderer vorliegender Zins) kann möglich sein. Das entscheidest du mit Vertrag und Haushalt, nicht mit einer erfundenen Dauer.

Die Startseite der App bleibt der Hub. Diese Seite bleibt der Stopp: lieber eine Warnung als eine Laufzeit, die es nicht gibt.

Monat für Monat, wenn die Schuld wächst

Nimm wieder 100.000 €, 10 % p. a., 400 € Rate. Monat 1: Zins rund 833 €, Zahlung 400 €, Fehlbetrag rund 433 €, neue Schuld rund 100.433 €. Monat 2: Zins auf die höhere Schuld, Fehlbetrag etwas größer, Schuld nochmals höher. Das ist Zinseszins in die falsche Richtung. Nach zwölf Monaten ist die Schuld nicht „ungefähr gleich“, sie ist spürbar größer. Genau deshalb darf keine Software zwölf mal 400 € durch irgendetwas teilen und „Jahre bis null“ ausgeben.

Eine Sondertilgung von hypothetisch 5.000 € in Monat 1 senkt auf 95.000 €. Monatszins dann rund 792 €. Die Rate 400 € liegt immer noch darunter. Die Schuld wächst weiter, nur von einem niedrigeren Sockel. Extra ohne Rate über dem Zins ist ein kleineres Loch, kein Boden.

Wenn du die Rate auf 900 € hebst, liegt sie über 833 €. Tilgung rund 67 € im ersten Monat. Es gibt eine Dauer, aber sie ist lang und alltagsfremd. Die App darf rechnen; du darfst das Ergebnis verwerfen. Die Warnung ist nur der harte Stopp bei Tilgung ≤ 0.

In der Baufi-Maske erscheint dasselbe Gesicht, wenn jemand 300.000 €, 3,50 % und eine Wunschrate von 800 € eintippt. 800 € liegen unter 875 € Zins. Praktikerformel und Wunschrate passen nicht zusammen. Entweder die Rate kommt aus Zins plus Tilgung — dann ist sie 1.375 € bei 2 % — oder die Wunschrate ist zu klein. Die App füllt die Lücke nicht mit einer negativen Tilgung, die sich wie ein Prozentsatz anfühlt.

Insolvenz, Restschuldbefreiung, SCHUFA: andere Wörter, andere Verfahren, andere Seiten im Netz. Hier wächst nur ein Modell. Keine Diagnose deiner Bonität. Keine Bank hat abgelehnt, weil eine Warnung auf dem iPhone steht. Die Warnung sagt: diese Kombination aus Betrag, Satz und Rate tilgt nicht. Ändere eine der drei Größen in einem neuen Modell, oder nimm den Vertrag, der eine tragfähige Rate ausweist — immer noch ohne Vermittlung durch uns.

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